Anstieg der Lohnnebenkosten im ersten Quartal 2011
In Deutschland sind sowohl die Bruttolöhne als auch die Lohnnebenkosten im ersten Quartal dieses Jahres nach oben gegangen. Dies geht aus einer aktuellen Stellungnahme des Statistischen Bundesamtes hervor.
Lohnnebenkosten steigen um 4,4 %
Die Bruttolöhne sind im ersten Quartal 2011 um 1,3 % angewachsen. Der Anstieg der Bruttolöhne geht vor allem auf den Rückgang der Kurzarbeit und eine Zunahme von Sonderzahlungen zurück. Auf der Gegenseite wurde der Anstieg der Bruttolöhne jedoch durch die Zunahme der geleisteten Arbeitsstunden wieder etwas abgemildert. Deutlich stärker als die Bruttolöhne sind allerdings die Lohnnebenkosten angestiegen. Die Lohnnebenkosten gingen um 4,4 % nach oben.
Ursachen für den Anstieg der Lohnnebenkosten
Ursache für diesen Anstieg der Lohnnebenkosten war einerseits die höhere Anzahl von Krankheitstagen. Andererseits trug auch die Anhebung der Beitragssätze zur Arbeitslosen- und Krankenversicherung zum Anstieg der Lohnnebenkosten bei.
Höhere Arbeitskosten
Insgesamt sind die Arbeitskosten je geleisteter Arbeitsstunde im Vergleich zum letzten Quartal des vorangegangenen Jahres dadurch saison- und kalenderbereinigt um 2 % angewachsen. Damit verzeichnete man im ersten Quartal 2011 den zweithöchsten Anstieg bei den Arbeitskosten seit Beginn dieser Erhebung im Jahr 1997. Vergleicht man die aktuellen Arbeitskosten mit den Arbeitskosten im ersten Quartal 2010, liegt der kalenderbereinigte Anstieg bei 2,8 %.
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