Werden 400-€-Minijobs bald 450-€-Minijobs?
Um die Preissteigerungen der letzten Wochen auszugleichen, haben sich die Koalitionspartner CDU und FDP darauf geeinigt, aus den klassischen 400-€-Jobs bald 450-€-Jobs zu machen. Auch bei der Gleitzonenregelung soll es eine Anhebung um 50 € geben.
Die Anhebung der Verdienstgrenzen für Minijobber von derzeit 400 € monatlich auf 450 € monatlich soll die Preissteigerungen der letzten Jahre in Deutschland ausgleichen. Die Grenze für so genannte Midijobs soll von 800 € auf 850 € steigen.
Darum geht es
Beim klassischen Minijob bekommt der Arbeitnehmer die vereinbarte Vergütung brutto für netto ausbezahlt und muss diese nicht mehr in der Steuererklärung angeben. Der Arbeitgeber muss 30 % für Steuern, Kranken- und Rentenversicherung abführen. Bei einem monatlichen Verdienst von mehr als 400 €, aber nicht mehr als 800 € bestehen steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Erleichterungen.
Praxis-Tipp:
Der Vorschlag der Koalitionsparteien wurde von den Grünen sofort als Niedriglohnfalle abgekanzelt. Damit diese Änderung tatsächlich kommt, muss jetzt Lobbyarbeit betrieben werden. Wenden Sie sich an Ihren Branchenverband oder an den für Sie die zuständigen Bundestagsabgeordneten und drängen Sie auf Umsetzung der geplanten Anhebung der Verdienste für Minijobber.
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